Eine besondere Stimmung umgibt die Mündung des sagenumwobenen, mythischen, unterirdischen Flusses Timavo (dt. Timavus) zwischen dem Schloss Duino und der Werftenstadt Monfalcone. Den Zeugnissen der antiken Schriftsteller zufolge, wurde dort ein Eingang zum Hades vermutet, andererseits war es einer der beiden Adriahäfen, von dem der Göttertränen verkörpernde Bernstein aus dem Baltikum ins antike Griechenland verschifft wurde. Vergil bezeichnet die Mündung des unterirdischen Flusslaufs als den Ort, an dem Antenor nach seinem Aufbruch von Troja landete bevor er die Stadt Padua begründete. Robert Ranke Graves hingegen belegt dort die Landung der Argonauten auf ihrer Jagd nach dem goldenen Vlies. In den unterirdischen Flussläufen aber lebt ein kleines weißes Tierchen, ein Grottenolm. Eine hunderttausende Jahre alte Spezies mit dem wissenschaftlichen Namen Proteus Anguinus Laurentii. Die Namensgleichheit mit dem Kommissar ist mehr als eine Metapher: beide verabscheuen Stress, der eine lebt im Abgrund, der andere (der Kommissar) schürft im Abgrund.